Freitag, 30.06.2001
Morgen soll es endlich losgehen. Alles ist vorbereitet ... wenn da nur nicht mein Ohr - Problem wäre. Innerhalb von kurzer Zeit hatte sich hinter meinem rechten Ohr ein entzündetes Abzess gebildet. Also fahre ich mit Susanne in die Notaufnahme der Medizinische Hochschule Hannover. Nach kurzer Beratung mit dem Arzt lande ich auf dem OP-Tisch.
Hinzu kommt, daß Susanne seit 2 Tagen die Grippe hat. Heute Vormittag waren wir noch bei unserem HNO-Arzt und haben uns mit Medikamenten eindecken lassen.
Irgendwie haben wir uns den Start in unseren Urlaub doch anders vorgestellt.........

Samstag, 31.06.2001 / Sonntag, 01.07.2001
Morgens fahre ich noch einmal in die MHH. Der Arzt gibt mir sein OK für den Flug, wenn ich mich in Sydney nachbehandeln lasse.
Gegen 12.00 Uhr fahren wir mit unseren Taschen zu meinen Eltern, die uns am Bahnhof absetzen wollen. Es ist tolale warm, wir schwitzen ... kaum auszuhalten.
Als wir zum Bahnhof fahren, fängt es in Strömen an zu Regnen.
Der Zug ist ziemlich überfüllt, aber wir bekommen doch noch einen Sitzplatz.
Am Flughafen kommen wir 4 Stunden vor unserem Abflug an. Als wir für den Flug einchecken wollen, wird uns mitgeteilt, daß die Maschine überbucht ist. Falls wir heute auf den Flug verzichten und erst am nächsten Tag fliegen würden, bietet uns Qantas pro Person 400 US$ plus eine Übernachtung in einem Hotel in Frankfurt an. Wäre nicht die Sache mit meiner Ohr-Operation und der Nachbehandlung in Sydney gewesen, hätten wir dieses Angebot sofort angenommen.
Von Hannover geht es in der Businessclass bis Bangkog. Hier haben wir zwei Stunden Aufenthalt. Es geht weiter Richtung Sydney mit British Airways, leider..... So etwas furchtbares habe ich wirklich noch nie erlebt !!! Ich wußte gar nicht, daß British Airways so viele Menschen / Sitze in ein Flugzeug zwängen kann. Ein fliegender Hühnerstall in 10.000 Meter Höhe - totale Enge - sehr schlechte Luft - eine Frau klappt zusammen - Essen nicht möglich, da kein Platz ist.
Der Service ist auf Grund der Enge auch nicht so toll, obwohl sich das ausschließlich männliche Personal viel Mühe gibt.
Kurz vor der Landung laüft das Personal durch die Sitzreihen und spüht alles mit einem Desinfektionsmittel ein.
Ein Ingenieur aus Bangkog sitzt neben uns und kann irgendwie alles nicht so richtig glauben ..... wo er doch eigentlich Businessclass gebucht hatte ...

Montag, 02.07.2001
Um 5.00 Uhr morgens landen wir endlich in Sydney. Das Ausschecken verlaüft recht problemlos. Bei anderen Mitreisenden werden die Koffer auseinandergenommen, Schuhe desinfiziert, und ....
Im Flughafengebäude trinken wir bei MacDonalds einen schönen Kaffee. Anschließend kaufen an einem Ticket Shop den Sydney - Pass für je 90 A$. Hiermit können wir in Sydney die nächsten drei Tage alle Busse, Bahnen und Fähren nutzen.
Vor dem Flughafen entdecken wir einen Shuttel-Bus. Für 7 A$ pro Person setzt der Fahrer die Anreisenden bei ihren Hotels ab. Wir erreichen unser Hotel, The Bayside, gegen 7.30 Uhr. Dort wird uns mitgeteit, daß wir erst gegen 14.00 Uhr auf unser Zimmer können. Also lassen wir unsere Taschen einschließen und entschließen uns nach einem kurzen Spaziergang am Jachthafen für eine Fahrt mit dem Bondi-Explorer. Es handelt sich hierbei um eine Busrundfahrt entlang der Strände Sydneys. Irgendwann werden wir so müde, daß wir an den Haltepunkten nicht mehr aussteigen. Wir schlafen im Bus ein und wachen erst kurz vor unserem Hotel wieder auf. Ich bin richtig schwindelig und habe das Gefühl auf schwankenden Holzplanken zu gehen.
Gegen 13.00 Uhr können wir endlich auf unser Zimmer. Es ist in der 10. Etage und hat einen wundervollen Blick auf den Jachthafen.
Wir legen uns auf das Bett und schlafen sofort ein. Nach vier Stunden Schlaf stehen wir wieder auf. Susanne behandelt kurz mein Ohr und entfernt die Einlage (damit die Wunde nicht sofort zuheilen kann). Danach fahren wir mit dem Bus KFC325, der direkt vor unserm Hotel hält, in die Innenstadt. In Kings Cross gehen zu einem Asiaten und essen Lamm mit gebratenen Nudeln für nur 7 A$ pro Person.
Um 20.00 Uhr starten wir die Afternoon Harbour Cruise. Es ist sehr beeindruckend, die Kulisse der Stadt im Dunkeln zu sehen.
Als wir danach irgendwie wieder unseren Bus gefunden haben, fahren wir zum Hotel zurück. Dort kaufen wir in einem Bottle-Shop in unserem Hotel für 10.80 A$ eine Flasche Rotwein, die wir auf unserem Zimmer trinken. Danach fallen wir sofort in einen verdienten Tiefschlaf .....

Dienstag, 03.07.2001
Nachdem wir im Hotel gefrühstückt haben, gehen wir zur Nachbehandlung in ein Medical Center, zehn Minuten von unserem Hotel entfernt. Den Tip hat Susanne von einem Hotel-Kellner bekommen. Er kommt ursprünglich aus Oldenburg, ist aber schon vor 20 Jahren nach OZ ausgewandert.
Es geht mit dem Bus zum Cirular Square. Hier machen wir eine schönen Spaziergang in The Rocks, ein ehemaliges Hafenviertel. Heute ist es mit Restaurants, Bars, .... herausgeputzt.
Anschließend genießen wir auf einem Schiff The Afternoon Harbour Cruise , die ca. 2.5 h dauert. Weiter geht es mit einer Rundfahrt mit dem Sydney-Explorer, der alle bedeutenden Punkte der Innenstadt Sydneys abfährt. ( 2 h ohne auszusteigen ). Bei einem Halt in Chinatown wollen wir beim Chinesen etwas essen. Ein Restaurant lockt mit dem Angebot - TWO FOR 15A$ ! Was natürlich nicht auf dem Schild stand -> pro Person. Als Susanne von der Restaurant Toilette zurückkommt, erzählt sie mir, daß Sie einen Blick in die Restaurant-Küche werfen konnte ... wir rühren das Essen nicht mehr an, bezahlen und verschwinden.
Mit dem Bus geht es zurück zum Hotel.

Mittwoch, 04.07.2001
Heute sind wir sehr früh aufgestanden und haben noch einmal schön im Hotel gefrühstückt. Danach sind wir mit einem Taxi zur Apollo Vermietstation gefahren, um unseren Camper abzuholen. Unser Camper ist fast neu.
Nach einer kurzen Einweisung geht es dann los Richtung Blue Mountains. Nach ein paar Kilometern ramme ich in einer engen Kurve einen hohen Bordstein ... man muß sich an die Abmaße und an den Linksverkehr erst gewöhnen.
Danach geht jedoch alles gut.
In Gleenbrook, wo Elaine ( eine Internetbekannte ) wohnt, decken wir uns in einem Supermarkt erst einmal mit dem notwendigsten Lebensmitteln für 77.23 A$ ein.
In Katoomba halten wir uns ca. 3 Stunden auf. Wir bewundern die Three Sisters von verschiedenen Aussischtsplattformen, besuchen in der Stadt einen Markt und bummeln durch die Geschäfte. Mit dem Wetter haben wir richtig Glück - blauer Himmel und Sonne pur. Leider ist es im Schatten immer noch etwas frisch.
Trotz der Antibiotika und des Penizillin, welches ich seit Tagen für meinen Ohrwunde schlucke, bekomme ich die Grippe von Susanne. Seit heute morgen habe ich Halsschmerzen und meine Stimme verschwindet so langsam...
Wir wollen bis zum Abend noch die Küste erreichen und fahren gegen 16.00 Uhr in Katoomba los. Obwohl es nur eine kleine Stadt ist, fahren wir erst einmal im Kreis, da keine Schilder zu finden sind.
Bis zur Küste schaffen wir es jedoch nicht, da es um 17.20 Uhr schon stockdunkel ist. Die Vermietstation hat uns den Tip gegeben, wegen der Känguruhs auf den Straßen im Dunkeln nicht mehr zu fahren. Also fahren wir auf eine Raststätte an einer Tankstelle und übernachten dort irgendwo am Western HWY vor Parramatta. Ich habe starke Halsschmerzen ... kann nur ca. zwei Stunden schlafen. Es ist im Wohnmobil bitterkalt. Susanne hat sich tief in ihrem Schlafsack vergraben und kann gut schlafen.

Donnerstag, 05.07.2001
Es ist 6.00 Uhr morgens. Susanne schläft immer noch. Ich habe mir doch tatsächlich den Hannover-Virus eingefangen. Susanne nennt ihn den 37,2-Grad-Virus : Schnupfen, dichte Nebenhöhlen, Ohrensausen ( man kann nur noch dumpf hören ) und Halsschmerzen.
Nachdem wir aufgestanden sind, gehen wir bei MacDonalds Kaffee trinken und machen uns frisch. Susanne geht es heute schon erheblich besser.
Wir fahren auf den HWY1 und machen dann über eine Nebenstrecke einen Abstecher nach TERRIGAL. Es ist eine wunderbare Landzunge. Wir klettern auf eine kleine Erhebung, die uns auf einen Lookout am Rand der Klippen bringt. Von hier aus haben wir eine wunderbare Aussicht auf die gesamte Umgebung. Die Sonne scheint und lädt zum Verweilen auf dem Rasen ein. Aber wir müssen weiterfahren.
Susanne entdeckt, daß aus dem Auto eine Flüssigkeit heraustropft. Zuerst denken wir an die Bremsflüssigkeit. Später erst merken wir, daß es Kondenswasser der Klimaanlage ist.
Wir fahren weiter über Gosford - Newcastle nach Nelson Bay/Port Stephens. Hier übernachten wir auf einem Vorplatz des Halifax-Caravanparks, da die Rezeption schon um 17.00 Uhr geschlossen hat.
Heute Abend benutzen wir zum ersten Mal unsere Camperküche. Zuerst vermuten wir, daß die Vermietstation uns eine leere Gaskartusche angedreht hat - es war jedoch nur der Haupthahn zugedreht. Es gibt Lammsteaks mit Nudeln und Gemüse.
Meine Erkältung nervt. Ich kann kaum noch etwas hören.....

Freitag, 06.07.2001
Wir wachen wir gegen 5.50 Uhr auf. Es wird schon langsam hell, die Vögel machen höllischen Lärm und ersetzen den Wecker. Wir trinken erst einmal einen schönen warmen Tee.
Im Office bezahlen wir unsere Übernachtung und erhalten den Code für die Schranke, obwohl wir für diesen Tag nicht mehr bezahlt haben. Auf dem Campingplatz füllen wir den Wasserbehälter von unserem Camper auf. Danach gehen wir noch kurz an den Strand. Dort treffen wir ein Rentner-Trio. Sie sind schon vor Monaten in Melbourne gestartet und genießen ihr Rentnerleben. Sie erzählen uns, wo wir den schönsten Ausblick haben und das es in dieser Bucht Delphine zu sehen gibt. Tatsächlich können wir auf dem Meer auch ein paar Delphine entdecken.
Wir fahren zu der uns beschriebenen Radiostation, die auf einem Berg am Stadtrand liegt. Hier gibt es einen schönen Lookout. Auf dem Parkplatz treffen wir einen Mitarbeiter der Radiostation. Er erzählt uns, daß hier oft in die Autos eingebrochen wird, wenn die Leute für ein paar Minuten am Lookout sind. Tatsächlich befinden sich auch noch Glasscherben vom letzten Einbruch auf dem Parkplatz - hätte man an einem solchen Ort nicht vermutet.
Wir fahren weiter und erreichen kurz hinter Port Stephens einen kleinen Tierpark. Hier haben wir zum ersten Mal Kontakt mit Känguruhs und Koalas. Die Känguruhs sind zahm und lassen sich mit dem Futter, welches in den 10 A$ Einritt enthalten ist, füttern. Die Koalas hängen schlafend in den Astgabeln. Susanne ist von den Känguruhs begeistert.
Nach ca. 1 Stunde Aufenthalt fahren wir weiter bis Port Macquarie. Wir kommen in der Dämmerung an und fahren auf einen Campingplatz von Big4.

Samstag, 07.70.2001
Um 7.30 Uhr wachen wir auf, machen uns startbereit und fahren nach MacDonalds. Positiv bei MacDonalds in OZ ist, daß man so viel Kaffee trinken kann, wie man will. Bezahlt wird immer nur der erste Kaffee.
Es geht wieder in einen Woolworth-Supermarkt, Lebensmittel einkaufen.
Es ist schon 11.00 Uhr. Also zurück auf den HWY1 - heute wollen wir noch etwas Strecke schaffen. Bei Coffs Harbour machen wir Mittagspause. Coffs Habour ist von Bananenplantagen umgeben. Eine große Plantage, Big Banana liegt am nördlichen Ortseingang.
Es geht weiter, vorbei an riesigen Zuckerrohrfeldern, bis nach Ballina. Auch hier fahren wir auf einen Campingplatz von Big4. In Ballina suchen wir einen Bottle Shop, um uns dort eine Flasche Wein zu kaufen. Zurück auf dem Campingplatz gehen wir in die Camping-Küche und grillen uns auf einem BBQ zwei riesige T-Bone-Steaks. Es dauert eine halbe Ewigkeit, denn der BBQ wird nicht so richtig heiß. Wir benötigen 7 mal 20 Cent Stücke, bis das Fleisch gar ist. Dazu gibt es einen leckeren Salat. Die Camping-Küche ist recht groß. Es halten sich hier an diesem Abend mindestens 20 Leute auf. Unter anderem befinden sich hier zwei Spielautomaten und ein Fernseher. Zum Essen trinken wir unseren leckeren australischen Wein.....

Sonntag, 08.07.2001
Alles Mist !! Wir wachen um 6.30 Uhr auf. Susanne hat Durchfall und Magenkrämpfe. Gegen 9.00 Uhr wird es besser. Wir gehen in der Nähe des Campingplatzes spazieren. Der Platz liegt in einer Bucht, landschaftlich aber nicht so schön. Nachdem wir kurz einkaufen waren, geht es wieder On-The-Road.
In Tweed Heads legen wir eine Pause ein. Von einem Klippenvorsprung, dem Tweed-Heads-Lookout, können wir Surfer beobachten.
Weiter geht es bis zur Gold Coast, Palm Beach. Hier ergibt sich ein ganz anderes Bild: Hochhäuser, viele Menschen und Touristenstrände. An Surfers Paradise fahren wir vorbei, denn wir können auf Staus und Hektik verzichten.
So fahren wir weiter bis Redcliffe. Wir kommen hier am späten Nachmittag an und wollen von hier aus einen Tagesausflug nach Moreton Island für den nächsten Tag buchen. Leider hat das Office schon geschlossen und der nächste Tagesausflug findet erst am nächsten Freitag statt. Zur Zeit kann man nur am Mo, Fr, Sa buchen. So entscheiden wir uns für einen Stadtbummel durch Redcliffe. Am Stadtstrand befindet sich ein langer Anleger, von dem aus Boote zum Whale-Watching starteten. Vor dem Anleger entdeckte ich ein deutsches Pärchen, daß in einer kleinen Bude deutsche Würstchen ( Bratwurst, Bockwurst, Weisswurst, etc. ) an die Touristen verkauft. Er ist sehr korpulent und knallrot angelaufen ... schon ein seltsames Bild hier in Australien, paßt irgendwie gar nicht hier hin.
Danach fahren wir weiter nach Bribie Island. Wir kommen dort an der Ostküste der Insel in dem Ort Woorim gegen 18.00 Uhr an.
Der von uns ausgesuchte Campingplatz am Meer hatte schon geschlossen und wir müssen auf einen Campingplatz im Inselinneren ausweichen. Für seine 17.50 A$ bietet der Campingplatz wirklich nicht viel. Wir stehen alleine mit unserem Bus auf einem Rasenplatz, ansonsten sind hier nur feste Cabins. Beim Abendessen müssen wir feststellen, daß wir auf unserer Strecke den Lamington NP verpaßt haben......

Montag, 09.07.2001
Morgens um 7.00 Uhr treffen wir uns mit dem Campingplatzbesitzer, um den Schlüssel abzugeben. Wir fahren zurück nach Woorim an den Strand. In der aufgehenden Sonne wandern wir an einem endlos langem Strandabschnitt entlang. Wir sind hier ganz für uns alleine mit der Natur ... ein wunderbares Gefühl. Am Parkplatz wasche ich unsere Glaskaffeekanne ab und werfe sie dann beim Abtrocknen mit Schwung auf die Straße. Wir hatten sie gerade vor zwei Tagen bei Woolworth erstanden.
Weiter geht es bis Noosa Heads, wobei wir auf dem HWY1 durch eine sehr schöne Berglandschaft fahren.
In Noosa Heads kommen wir gegen 13.20 Uhr an und fahren direkt in die Stadt, um einen Tagesausflug auf Fraser Island zu buchen. Wir wählen die etwas teurere Variante für 145 A$ pro Person. Bei dieser Variante findet der Ausflug mit 4WD-Jeeps und nicht in Geländebussen statt. Der einzigste Campingplatz im Ort ist leider total ausgebucht. Wir fahren zurück zum Booking-Office. Hier wird für uns ein Campingplatz außerhalb der Stadt in Torento ( 20 km von Noosa Heads entfernt ) gebucht. In die City kaufen wir um uns Lammfleisch und eine Flasche Wein.
Abends können wir unser Abendessen, Lamm-Steaks mit Salat, in einer offenen Camping-Küche zubereiten. Es ist eines der wenigen BIG4-Plätze, die uns sehr gut gefallen haben. Wir treffen hier zwei Frauen aus Deutschland, die zu einer Sportveranstaltung in Australien waren. Danach sind sie in Brisbane mit ein paar Leuten in zwei kleinen Campern Richtung Cairns gestartet. In Mackay wollten sie noch eine Tochter aufgabeln. Als es dann am späteren Abend etwas frischer wird, kann sich Susanne an einem gußeisernen Kaminofen aufwärmen. Ein sehr sehr schöner Abend ......

Dienstag, 10.07.2001
Morgens um 6.30 werden wir an unserem Campingplatz von einem Geländewagen zu unserem Tagesausflug nach Fraser Island abgeholt.
Im Jeep sitzen schon zwei Pärchen aus Australien. Sie erzählen uns, daß sie sich alle Jahre zu einem gemeinsamen Urlaub treffen.
Unser Guide, John, ist sehr gesprächig. Da er aber in seinem australischen Slang spricht, ist es für uns nicht leicht ihn zu verstehen. Er macht die Tagestouren nach Fraser Island schon seit vielen Jahren und kennt sich bestens aus.
Auf der 1 ˝ - stündigen Fahrt zur Fähre bei Hook Point / Inksip Point treffen wir noch auf zwei weiter Geländewagen. Einer der Wagen hat eine Reifenpanne, holt uns später wieder ein.
Nach der Fährüberfahrt fahren wir mit den Jeeps ca. 35 km am Strand entlang, ein schönes Erlebnis. Unterwegs können wir am Strand einen Dingo sehen. Nach einer kurzen Frühstückspause ( Kaffee, Tee, Kuchen ) fahren wir mit den Geländewagen ins Inselinnere und erreichen nach ca. 1 Stunde Lake McKenzie. Hier sind wir zuerst mit unserer kleinen Reisegruppe ganz für uns. Nach ca. ˝ Stunde muß ein Geländebus mit ca. 30 Leuten angekommen sein. Plötzlich wird es am Strand richtig voll und es ist vorbei mit der Idylle. Wir gehen zurück zu unseren Geländewagen, wo unsere Guides das BBQ vorbereitet haben. Susanne und ich essen gegrillten Fisch, der Rest unserer Truppe Steaks mit Salat. Als Getränke werden uns Weißwein, Bier und Säfte angeboten.
Es geht weiter über einen Inlandtrack zu einem Rundwanderweg durch den Regenwald. John erklärt uns einiges über die Tier- und Pflanzenwelt aus Fraser Island.
Wir fahren mit den Jeeps zurück an den Strand und besichtigen hier noch das Schiffswrack der Maheno und die Coloured Sandcliffs. Das Schiffswrack der Maheno scheint ein regelrechter Anziehungspunkt für Touristen zu sein. Mehrere Geländebusse mit Reisegruppen sind hier vor Ort.
Dann geht es zurück entlang der Seventy Five Mile Beach bis zur Fähre bei Hook Point / Inskip Point. Nach der Fährüberfahrt fahren wir mit den Geländwagen ca. zwei Stunden durch den Regenwald des Great Sandy National Parks. Die Wege sind, wenn man überhaupt noch von Wegen reden kann, sehr schlecht. Man wird regelrecht durchgeschüttelt. Der Geländewagen hat drei Sitzbänke für maximal sechs Personen, wobei die hintere Sitzbank nur eine Notsitzbank ist. Deshalb wechseln wir alle im Uhrzeigersinn.
Endlich erreichen wir den Strand des South Pacific Ocean. Entlang des Strandes sind einige Touristen zu sehen, die in den Dünen campen. Man benötigt jedoch eine 4WD, um dieses herrliche Fleckchen Erde zu erreichen. John erzählt uns, daß es in den Sommermonaten hier von Touristen nur so wimmelt.
Bei Laguna Bay setzten wir mit einer kleinen Fähre über und erreichen gegen 21.00 Uhr unseren Campingplatz in Torento. Wir verabschieden uns von unserm Guide John und den restlichen Mitfahren in unserm Jeep... es war ein traumhaft schöner Tag.
Abends grillen wir uns in der Camping-Küchen unser Würstchen und treffen wieder die Sportlerinnen aus Deutschland. Sie haben für morgen den Tagesausflug gebucht, wobei für morgen nicht mehr so gutes Wetter angesagt ist. Wir hatten heute Glück - den ganze Tag Sonnenschein .........

Mittwoch 11.07.2001
Als wir gegen 8.30 Uhr vom Campingplatz fahren, ist es tatsächlich bewölkt. Nur gut, daß wir unsere Tour gestern gestartet hatten. Wir fahren zu MacDonalds Kaffee trinken.
Als Ziel haben wir uns heute Airly Beach gesetzt, aber haben dabei die Entfernung total unterschätzt.
Wir kommen gegen Abend bei Yeepoon, etwas oberhalb von Rockhampton an. Wir finden einen schönen Campingplatz von Big4. Er befindet sich 9 km südlich von Yeepoon und liegt ein paar Minuten von der Mulambin Beach entfernt und ist wirklich ein sehr schön gelegener Campingplatz. Obwohl es schon dunkel ist, machen wir einen kurzen Spaziergang am Strand. Wir haben den Strand für uns allein ... wirklich ein traumhaft schönes Plätzchen Erde .....
In der sehr schönen Camping-Küche grillen wir uns vier Lamm-Steaks mit Nudeln und Gemüse. Wir treffen ein Pärchen aus Göttingen, das mit Auto und Zelt unterwegs ist. Sie haben bis jetzt das Hunter - Valley bereist und wollen weiter Richtung Cairns. Wir tauschen unsere Reiseerlebnisse bei ein paar Gläsern Wein aus .....
Heute abend ist es wirklich sehr warm hier.

Donnerstag 12.07.2001
Wir stehen schon um 4.50 Uhr auf. Es ist noch dunkel auf dem Platz. Wir schleichen in die Camping-Küche, um uns unser Frühstück zuzubereiten. Wir kõnnen, wie schon gestern Nacht, einen traumhaften Sternenhimmel beobachten. Es sind so unendlich viele Sterne am Himmel zu erkennen, so schön, wie man es bei uns in Deutschland nie sehen wird.
Nachdem wir geduscht haben, fahren wir um 6.10 Uhr vom Platz. An einem naheliegenden Strand bei Yeepoon
beobachten wir um 6.30 Uhr einen Bilderbuch - Sonnenaufgang.
Ab auf den HWY1 Richtung Airly Beach. Es ist eine ewig lange Strecke, die kaum von Ortschaften unterbrochen wird. Irgendwann passieren wir Mackay - das war es dann auch schon mit den Ortschaften. Dazwischen sind endlos viele Kilometer NICHTS. Wir durchfahren viele Landschaftsbilder, von einer endlos dürren Rasensteppe mit vertrockneten Bäumen, bis hin zu grünen Landschaften mit Palmen, etc.
Es ist heute sehr warm geworden. Ab und zu fahren wir an einem Buschfeuer vorbei - man nennt es hier Burning Out. Hierbei wird die Vegetation absichtlich abgefackelt, meistens in der Nähe von Eisenbahnstrecken oder Straßen.
Zwischendurch machen wir Pause an einem Parkplatz, der am HWY liegt. Es ist sehr heiß hier. Wir essen unser Weißbrot und eine leckere Melone. Dabei werden wir von hungrigen schwarzen Vögeln beobachtet.
Um 14.00 Uhr kommen wir in Airly Beach an. Wir fahren auf einen Big4 - Platz, der von außen schöner aussieht, als in Wirklichkeit ist. Im Office buchen wir einen Tagesausflug zu dem Whitsunday-Islands für 140 A$ pro Person. Die bessere Variante auf einem kleineren Boot ist leider schon ausgebucht.
Wir fahren an den Strand von Airly Beach und liegen dort bis zum Sonnenuntergang. Eigentlich haben wir uns den Strand hier schöner vorgestellt, verglichen mit dem Strand von heute Morgen bei Yeepoon.....

Freitag, 13.07.2001
Um 8.10 Uhr werden wir von einem großen klimatisierten Bus zu unserem Tagestrip auf die Whitsunday Islands abgeholt. Das Wetter ist nicht so schön. Der Himmel ist bedeckt und es sieht nach Regen aus. Das Boot ist in großer Katamaran, auf dem ca. 200 Menschen Platz haben.
Ziel 1: South Molle Island. Eine Insel, von der wir nur die Hotelanlage mit Pool sehen. Am Anleger sehen wir ein paar schöne bunte Vögel, sogar die Sonne kommt kurz durch. Ansonsten ist nichts besonderes zu sehen.
Ziel 2: Whithaven Beach. Der Katamaran fährt an einigen Inseln vorbei, bis wir Whithaven Beach erreichen. Da es immer noch sehr bewölkt ist und die Sonne überhaupt nicht durchkommt, wirkt alles sehr dunkel. Ich gehe trotzdem kurz in Wasser. Andere verbringen Ihre Zeit mit blöden Strandspielen....
Danach gibt es auf dem Schiff Mittagessen - kalte Platten. Eigentlich gar nicht so schlecht, wenn da nur nicht diese absolut gierigen Menschen wären. Sie fallen über das Essen wie die Tiere her und saufen sich den Kopf voll. Besonders eine kleine Gruppe, die auf dem Oberdeck in unserer Nähe sitzt, geht mir tierisch auf die Nerven. Ich komme mir vor, wie auf einer einer billigen Butterfahrt auf der Ostsee.
Ziel 3: Hook Island. Kurz hinter dem Bootsanleger erreichen wir nach einem kurzen Spaziergang einen Strandabschnitt, von dem die Leute schnorcheln können. Flossen, etc. werden gestellt. Sie werden aus alten dreckigen Kisten herausgeben - nein Danke ... wir verzichten gerne.
Susanne und ich verlassen diesen Strandabschnitt und gehen zurück zum Bootsanleger. Hier entdecken wir am Ende des Anlegers das sogenannte Unterwasser Observatorium. Es ist eine alte gammlige Stahlröhre, in der man hinuntersteigen kann. Unten angekommen, kann man durch kleine Fenster schauen .. wenn sie nur nicht so dreckig gewesen wären.
Danach kam der Witz überhaupt. Wir warten auf dem Anleger auf die restlichen Mitreisenden, die noch beim Schnorcheln waren. Susanne wirft ihren angeknabberten Apfel vom Anleger. Plötzlich kommen viele Fische, große und kleine, die sich um den Apfel tummeln. Als die restlichen Mitreisenden vom Schnorcheln zurückkommen, werden alle auf dem Anleger zur Fischfütterungs - Show aufgerufen. Es wird jede Menge altes Weißbrot ins Wasser geworfen, um das sich die Fische tummeln. Eine elende Touristenshow. Als Susanne dann ein Stück Brot auf der anderen Seite des Anlegers in Wasser wirft, taucht kein einziger Fisch auf. Es werden die Fische tatsächlich für die Touristen in einem abgesteckten Gebiet für die Fischfütterung gehalten....
Danach geht es mit dem Katamaran zurück nach Airlie Beach. Das Wetter wird auf der Rückfahrt zunehmend besser.
Auf dem Campingplatz grillen wir unsere Würstchen. Leider haben wir keinen Wein zum Essen und die Bottle Shops haben schon geschlossen.
Anmerkung : Der Massentourismus hat uns bei unserem heutigen Tagesausflug nicht so gut gefallen. Besonders das Verhalten der Leute, von Ausnahmen abgesehen. Man hatte das Gefühl, die Menschen waren nur zum Fressen und Saufen auf dem Boot. Schade! Besser wäre es gewesen, den Ausflug auf einem kleinen Boot mit einer kleinen Reisegruppe zu unternehmen.

Samstag, 14.07.2001
Wir stehen auch heute früh auf. Unser heutiges Ziel : Townsville, Magnetic Island.
Von Proserpine bis Townsville ist außer Trockenheit und trockner Steppe eigentlich nichts besonderes zu sehen. Gegen Mittag kommen wir in Townsville an.
Am Ortseingang fahren wir zu einem Info-Center. Wir werden darauf hingewiesen, daß wir unseren Camper nicht am Fähranleger zu Magnetic Island stehen lassen sollen. Es gäbe dort zu vieleAutoseinbrüche. Besser wäre es, den Tagesausflug von einem Campingplatz, bzw. Hotel aus zu buchen.
Wir entschließen uns trotzdem, zum Fähranleger zu fahren. Da am Samstag die Fähre jedoch nur zu sehr ungünstigen Zeiten fährt, beschließen wir weiter zu fahren. Vielleicht ist es auch besser so gewesen. Ein Mann, der gerade von Magnetic Island zurück kam, suchte vergebens sein Wohnmobil auf dem Parkplatz. Bis auf ein paar Glasscherben war nichts mehr von seinem Wohnmobil auf dem Parkplatz zu entdecken .....
Also fahren wir weiter über Ingham, Tully nach Mission Beach. Dort nehmen wir einen Big4-Campingplatz. Er liegt direkt am Regenwald, aber leider ist dieser Platz nur für eine Nacht frei. Abends bereiten wir uns auf dem BBQ Spaghetti mit Beef Mett zu. Es gibt dazu einen australischen Rotwein. Wir treffen einen netten Australier, der mit seinem Camper aus Melbourne unterwegs ist. Er will mit seiner Frau seinen Tochter in Cairns besuchen.
Wir rufen kurz in Deutschland bei meinen Eltern an. Ich versuche auch David aus Cairns telefonisch zu erreichen, kann Ihm aber nur auf seinn Anrufbeantworter sprechen.

Sonntag, 15.07.2001
Gegen 7.00 Uhr frühstücken wir. Susanne stellt heute morgen fest, daß sie meine Filme wahrscheinlich doppelt belichtet hat. Es sind nur drei Filme mit kurzer Lasche bei den schon verwendeten Filmen zu finden. Bei Susannes Kamera wird beim Zurückspulen der Film ganz in die Spule eingezogen. Bei meiner Kamera bleibt die Lasche sichtbar. Damit war erst einemal ein Teil der guten Stimmung dahin. Sie kann es nicht glauben und zählt dauernd die Filme nach. ( Bei der Entwicklung in Hannover stellt sich jedoch heraus, daß kein Film doppelt belichtet war ).
Nach 10.00 Uhr fahren wir vom Platz und fahren zur Bingil Beach. Hier bleiben wir bis gegen 14.30 Uhr. Am Strand unternehmen wir einen schönen Spaziergang, bei dem ich meine Sonnenkappe verliere. Eigentlich wollten wir auf dem Parkplatz hier übernachten.
Wir entschließen uns jedoch, weiter zu fahren. Nach einer kurzen Strecke kommt eine Abzweigung nach Kurrimine, ein schönes kleines Örtchen direkt am Meer. Kurrimine Beach ist viel schöner als Mission Beach. Es sind kaum Touristen hier. Der Campingplatz, von der Gemeinde unterhalten wird, ist sehr billig und liegt direkt am Strand. Unser Abstellplatz ist direkt am Wasser.
Wir unternehmen einen schönen Spaziergang am Strand, entlang von Mangroven Wäldern, müssen jedoch bald zurück, da die Flut kommt ...
Bei der Zubereitung des Abendessens fällt mir ein Messer aus der Hand, direkt auf Susannes kleinen Zeh. Es tut ihr ziemlich weh und sie findet es gar nicht so lustig ....
Im Camper grillen wir uns noch Lamm - Rippchen. Dazu wie immer, einen leckeres Glas Rotwein. Als es dunkel wird, beobachten wir einen traumhaften Sternenhimmel.

Montag, 16.07.2001
Heute morgen erleben wir einen traumhaften Sonnenaufgang in Kurrimine.
Um 6.30 Uhr geben wir bei den Verwaltern des Campingplatzes unseren Schlüssel für die Sanitäranlagen ab und tragen uns in ihr Gästebuch ein.
Wir fahren weiter .... hinter Innisfail besichtigen wir nach einer kurzen Regenwaldwanderung von ca. 20 Minuten die Josephine Falls. Es ist schön hier, da noch überhaupt keine Touristen vor Ort sind.
Auf unserer Weiterfahrt halten wir bei einem Straßenhändler am HWY an. Dort kaufen wir Mangos und eine Ananas. Der Händler sieht etwas armselig, aber glücklich aus. Er wird gerade von einem Bauer aus der Umgebung mit ein paar Früchten beliefert. Viel verdienen kann er nicht, denn wir bezahlen für 2 riesige Mangos und eine Ananas gerade mal 3 A$.
Gegen 10.00 Uhr kommen wir in Cairns an. Als erstes fahren wir zum Airport, um uns dort unseren Weiterflug nach Darwin bestätigen zu lassen. Glücklicherweise spricht der Qantas-Mitarbeiter deutsch. Er erzählt uns, daß bei Qantas die Flüge grunds$#228tzlich nicht mehr rückbestätigt werden müssen ... aber sicher ist sicher. Auf alle Fälle müssen wir bei den International Flights einschecken ... was uns zuerst wundert, da es doch nur ein Innlandflug ist. Später wird uns klar, daß wir nur Zusteiger eines Langstreckenfluges sind.
Es ist ein kleiner, gemütlicher und übersichtlicher Flughafen. Für den Parkplatz müssen wir 2 $ bezahlen.
Wir verlassen Darwin Richtung Norden und fahren noch bis Mossman Gorge. Hier entdecken wir einen ganz fantastischen Campingplatz von Toptourist. Er liegt direkt an der North Wonga Beach. Es ist mit einer der besten Campingplätze, die wir auf unserer Tour hatten. Wunderbar gelegen - direkt am Meer - sehr sauber und gepflegt - hat einen schönen Pool - sehr nettes Personal - eine ganz tolle Camping-Küche, eben einfach TOP !!!! Hier wollen wir eigentlich einen Tagesausflug zum Daintree NP buchen. Die nette Dame im Office empfiehlt uns jedoch, die Tour auf eigene Faust zu unternehmen.
Also gehen wir am Nachmittag an den Strand. Wir nehmen unsere Campingstühle mit und beobachten die Angler, die hier ihr Glück versuchen.
Ein Camping Nachbar besucht uns und wickelt die Kupplung unserer Verlängerungsschnur in eine Plastiktüte ein. Er meint, daß es Nachts manchmal feucht wird und es so sicherer wäre.
Als es dunkel wird, bereiten wir in der Camping-Küche unser Abendessen, Lamm - Mett - Sauce mit Spaghetti, zu. Während des Essens, welches wir an einem schönen Tisch außerhalb der Küche zu uns nehmen, besucht uns ein Opossum. Wir füttern es mit Nudeln. Während ich kurz beim Camper bin, bekommt Susanne noch Besuch von einem niedlichen grünen Frosch.
Wir gehen noch kurz an den Strand und betrachten den Sternenhimmel. Schöner kann es wohl kaum sein.....
Ich mache noch einen kleinen Abstecher zum Pool. Morgen wollen wir früh aufstehen. Im Bett lesen wir noch etwas über den Daintree NP.......

Dienstag, 17.07.2001
Um 5.50 Uhr stehen wir auf und frühstückten in der Camping-Küche. Für die Uhrzeit ist schon sehr warm.
Gegen 7.00 Uhr verlassen wir den Platz. Da das Office erst um 8.00 Uhr öffnet, hinterlegen wir unsere Kabelverlängerung am vereinbarten Platz hinter dem Gebäude.
Um 7.45 Uhr erreichen wir die Fähre, die uns über den Alligator River in den Daintree NP bringt. Die Kosten hierfür belaufen sich auf 16 A$ pro Person.
Zuerst geht es zum Alexandra Range Lookout. Der Himmel ist leider noch bewölkt und man hat daher eine nicht so gute Aussicht.
Weiterfahrt zum Environment Center, 15 A$ Eintritt pro Person. Hier kann man sich in einem Informationscenter über das Tier-, und Pflanzenleben im Urwald informieren. Wir kaufen uns hier zwei schöne Poster im Format 1m X 60cm. Hoffentlich ist hierfür ein Bilderrahmen in Deutschland zu finden. Wir besteigen einen ca. 25 m hohen Aussichtsturm. Man kann auf vier Ebenen pausieren und sich über die Planzen/Tierwelt in diesen Ebene informieren. Auf der obersten Ebene hat man einen einen Blick über die Baumkronen des Regenwaldes.
Wir fahren weiter zum Junulba - Walk. Es ist ein ca. 1,5 km langer Wanderweg durch den Regenwald. Hierbei ist der Wanderweg eine Art Steg, der in den Wald gelegt wurde. Eine angenehme Sache. Es ist ein Rundkurs durch die dichte Vegetation. Ab und zu sind ein paar Schautafeln aufgestellt, auf denen Pflanzen, Tiere, etc. erklärt sind. Auf diesem Walk sind wir fast für uns alleine, da die Touristenbusse um diese Zeit diesen Platz noch nicht erreicht haben.
Es geht weiter zum Palm - Walk. Er ist ähnlich dem letzten Walk aufgebaut, nur daß hier Fächerpalmen dominieren. Eintritt hier 2 A$, da es zu einem Café gehört.
Auf der Weiterfahrt will ich mir in einer Plantage ein selbst hergestelltes Fruchteis gönnen. Leider macht der Laden erst gegen 14.00 Uhr auf. So machen wir Pause im Café on Sea. Es ist ein schönes, aus Holz gebautes großes Café mit eigenem Pool. Sitzplätze sind drinnen und draußen zu finden. Wir trinken einen schönen Capuchino am Pool auf der Außenterrasse. Auf den Holzbohlen der Terrasse entdecken wir einen großen Leguan, der sich in der Sonne aufwärmt. Er läßt sich von den Menschen nicht stören.
Weiter geht es zum Martega Walk und nach Cape Tribulation. Hier am Cape Tribulation sind am Parkplatz schon einige Autos und Reisebusse. Es hält sich aber noch in Grenzen. Wir gehen am Parkplatz durch eine Waldlichtung und kommen an einem traumhaft schönen Strand. Hier machen wir einen längeren Spaziergang. Obwohl einige Menschen hier am Strand sind, verläuft sich auf Grund der Größe des Strandes alles. Nach 10 Minuten Spaziergang ist man auch schon für sich alleine .....
Wir fahren zurück und sind gegen 15.30 wieder an der Fähre am Daintree River. Auf der anderen Seite des Flusses wollen wir eigentlich noch eine Fahrt auf dem Daintree River unternehmen. Wir lassen sie jedoch ausfallen, da sie lt. Aussage einiger Leute nicht so schön sein soll.
Eigentlich wären wir gerne wieder auf den Campingplatz bei Mossman gefahren. Da wir morgen jedoch einen Tagesausflug zum Barrier Reef geplant haben, fahren wir weiter bis Port Douglas. Ungefähr 6 km vor Port Douglas fahren wir auf einen Big4 Campingplatz. Im Office buchen wir eine Fahrt mit der Quick Silver für 161 A$ pro Person.
Unser Platz ist mehr ein Abstellplatz für Tagesgäste und auch die gesamte Ausstattung ist sehr schlecht. Es funktioniert nur ein BBQ Grill, da die Gasanlage defekt ist. Auch die Duschen sind dreckig und alt.
Trotzdem bereiten wir uns in der offenen Camping-Küche unser Abendbrot vor. Wir essen Lammsteaks mit Gemüse. Es ist alles nicht so toll hier. Aber was soll es, morgen geht es zu Barrier Reef.

Mittwoch, den 18.07.2001
Um 6.00 Uhr wachen wir auf. Heute geht es zum berühmten Barrier Reef. Leider regnet es leicht. Kein gutes Omen für diesen Tag.
Um 9.15 Uhr werden wir von einem großen Quick Silver -Bus am Eingang des Campingplatzes abgeholt. Es ist ein sehr moderner Reisebus mit Klimaanlage und allen Extras. Es werden noch weitere Hotels und Campingplätze angefahren, um Leute einzusammeln.
Gegen 10.30 Uhr kommen wir am Hafen von Port Douglas an. Am Anleger liegen zwei große Katamarane. Um 10.45 Uhr geht es los. Die Fahrt dauert 1 ˝ Stunden, bis wir am äußersten Reef an einer Plattform anlegen. Unterwegs ist es sehr windig und wellig. Auf dem oberen Deck ist es fast nicht möglich, sich fortzubewegen. Eine Frau fällt die steile Eisentreppe herunter und verletzt sich dabei gut.
Als wir auf der Plattform ankommen, ist der Himmel immer noch sehr bedeckt. Die Menschen strömen gleich zu den Boxen mit den Schnorchelausrüstungen. Als wir uns mit unserm Equipment versorgt haben, geht Susanne auch sofort Schnorcheln. Leider kommt die Sonne nicht durch und das Reef leuchtet nicht in seinen schönen Farben. Susanne versucht mit der Einweg-Unterwasserkamera ein paar Unterwasserphotos zu machen. Ihre Maske macht Ihr jedoch Probleme, da immer Wasser hineinläuft.
Auf dem Schiff wird entzwischen zum Essen aufgerufen. Es wird ein Buffet mit warmen und kaltem Essen geboten. Da wir aber weiter abwechselnd zum Schnorcheln gehen, ist danach das Beste vom Essen schon vergriffen.
Für mich ist es ein sehr schönes Erlebnis, über dem Riff herumzuschnorcheln. Für Susanne ist es nichts Besonderes. Sie hat schon ein viel schöneres Riff in Venezuela gesehen.
Als wir vom Schnorcheln genug haben, fahren wir noch mit dem Glasbodenboot. Es hat einen Glaskiel, in dem man hintereinander sitzen kann. Ein Guide erklärt bei der ca. 20 minütigen Fahrt etwas über das Leben im Riff. Beim Fotografieren versagt die Kamera von Susanne. Ihre Batterie ist leer. Zum Glück hat sie eine Ersatzbatterie dabei und kann sie schnell wechseln. Man bekommt einen guten Eindruck vom Riff, aber es muß noch schöner sein, wenn man richtig Tauchen kann.
Gegen 15 Uhr geht es dann zurück Richtung Port Douglas. Während der R#252ckfahrt kommt die Sonne wieder durch und das Wetter wird richtig schön. Schade, wir hätten es eher am Tage gebrauchen können.
Am Hafen stehen ca. 10 Busse von Quick Silver. Es ist nicht so leicht den richtigen Bus zu finden, da wir uns den Namen von unserem Campingplatz nicht gemerkt haben.
Leider müssen wir noch eine Nacht auf dem Big4 Platz verbringen, wechseln aber noch auf eine Powered Place. Auf dem Platz ist nichts los und wir gehen bald schlafen.
Zum Barrier Reef :
Eigentlich hat man sich das Riff doch schöner vorgestellt. Man hat mehr bunte Fische und Korallen erwartet. Außerdem waren viel zu viele Menschen vor Ort. Wenn jeden Tag so viele Menschen die Plattform besuchen, muß das Riff darunter leiden. Besser wäre es gewesen, eine Ausflug mit einem kleinen Boot zu abgelegenen Plätzen zu unternehmen. Hier wäre die Natur bestimmt mehr in Ordnung gewesen. Leider war diese Tour schon ausgebucht gewesen.

Donnerstag, 19.07.2001
Wir sind auch heute wieder sehr früh aufgestanden und haben in der Camping-Küche unser Frühstück zubereitet. Hierbei sind wir mit unserem Bus direkt vor die Küche gefahren, da unser Abstellplatz sehr weit von der Küche entfernt liegt.
Eines ist uns hier sehr aufgefallen. Es scheint eine eingeschworene Gemeinschaft auf diesem Platz zu sein. Kein Mensch grüßt und es ist einfach eine unfreundliche Atmosphäre. Für einen Platz mit angeblich fünf Sternen wirklich unter aller Sau !!! Es ist ein sehr dreckiger Platz und alle Einrichtungen sind defekt und nur teilweise nutzbar. Als wir vom Campingplatz fahren, wird ein Mann richtig aggressiv und zeigt uns seinen Stinkefinger. Wir waren wohl für sein Verständnis zu schnell. Irgendwie scheinen hier alle bekloppt in der Birne zu sein. Wir sind froh, als wir diesen beschissenen Big4-Platz verlassen können.
Endlich geht es weiter Richtung Kuranda.
Gegen 9.30 Uhr erreichen wir nach einer sehr kurvenreichen Bergfahrt den Ort Kuranda. und fahren zur Bergstation der Skyrail. Es ist eine Seilbahnfahrt über den Regenwald. An der Kasse sitzt eine deutschsprachige Mitarbeiterin. Sie hatte hier mit Ihrem Freund ursprünglich nur einen 2-Jahres Vertrag, ist dann aber ganz in Australien hängen geblieben. Die Fahrt mit der Seilbahn kostet 45A$ pro Person. Am Anfang ist es schon ein sehr seltsames Gefühl. Wir sitzen in eine kleinen Kunstoffkabine, die für maximal 6 Personen ausgelegt ist. Kaum sind wir gestartet, geht es hinter einem Berg über ein Tal. Unter uns ist in ca. 100 Meter Tiefe ein Fluß zu erkennen. Da es heute sehr windig ist, kommt die Gondel sehr ins schwingen. Wir klammen uns an die Sitze und bereuen unsern Entschluß, in der Gondel zu sitzen. Es sind extra Luftschlitze in der Kabine, so daß die Gondel nicht so windanfällig sein soll. Während Susanne im Stehen Ihre Fotos macht, fotographiere ich in der ersten Zeit nur aus der Sitzposition heraus. Später haben wir uns an die Situation gewöhnt und die Höhe macht uns nichts mehr aus. Wir bereuen jedoch, daß wir die Rückfahrt nicht mit der Scenic Railway gebucht haben.
Nach der Fahrt mit der Skyrail gehen wir uns zu Fuß die Stadt. Inzwischen sind auch die Tagestouristen in Kuranda eingetroffen. Man erkennt sie an Aufklebern an den T-Shirts, die auf eine Reisegruppe hinwiesen. In einer Bank tauschen wir unser Traveller Schecks gegen A$ ein.
Wir besichtigen den Kuranda Heritage Market. Irgendwie ist aber alles auf Toui-Nepp ausgelegt. Eigentlich wollen wir ein typisches australisches Essen zu uns nehmen. Wir verzichten dann aber doch, da wir nichts Vernünftiges finden.
Nach unser Stadtbesichtigung fahren wir auf einen Tankstelle und erkundigen uns nach dem Rainforest Nature Park. Als wir von der Tankstelle fahren setzen wir mit unserem Bus auf der Straße auf, da die Ausfahrt einen sehr steilen Winkel hat. Ich hatte keine Chance, obwohl ich sehr langsam gefahren bin.
Im Rainforestation Nature Park wollen wir eigentlich eine Army Duck Rainforest Tour auf dem Fluß buchen. Leider sind jedoch schon jede Menge japanische Touristen vor Ort und die Fahrten sind bis zum späten Nachmittag ausgebucht.
Susanne läßt sich mit einem Koala Bären fotografieren. Auch dieses stellt sich nicht so leicht heraus, wie es aussieht. Der erste Koala hat einfach keine richtige Lust mehr. Als man versucht, ihn in Susannes Arme zu legen, kneift er voll Vergnügen in Ihre Brust ... Susanne findet es gar nicht so lustig. Erst der zweite Koala klammert sich um Ihren Hals, hält sich dabei aber kräftig an Susannes Schultern fest. Es wird jedoch ein sehr schönes Photo.
Wir beschließen, über das Atherton Tableland zurückzufahren. So machen wir eine Umweg von ca. 150 km, der sich aber wirklich nicht gelohnt hat.
Abends fahren wir auf einen Campingplatz mit dem Namen Paradise Park bei Clifton Beach / Cairns. Es ist ein Privatplatz. Wir sollen doch tatsächlich vor einem Schuppen unseren Stellplatz bekommen. Erst als Susanne energisch durchgreift, bekommen wir einen normalen Rasenplatz. Der Platz ist gut, aber wir hören den Hwy, der 100 m von uns entfernt ist. Der Name Paradise Park paßt nun wirklich nicht.....

Freitag, 20.07.2001
Heute morgen wachen wir gegen 7.00 Uhr auf dem Paradise Park auf. Der Campingplatzbesitzer sammelt schon unsere Mülltonne ein, kann uns wohl nicht mehr länger ertragen. Gegen 10.00 Uhr fahren wir von diesem beschissenen Platz und fahren direkt auf einen Parkplatz an der Clifton Beach.
Hier legen wir uns zum Sonnen an den Strand. Leider ist es heute recht windig. Auf Grund der Flut kann man heute nicht so gut ins Wasser gehen. Am Parkplatz spanne ich zwischen zwei Bäumen eine Wäscheleine und kann so meine handgewaschen T-Shirts zum Trocknen aufgehängen. Auf Grund des strarken Windes habe ich Angst, daß mir die Wäsche von der Leine fliegt.
Nachdem wir ein Weile in der Sonne gelegen haben, unternehmen wir eine Wanderung entlang des Strandes. Hierbei habe ich wohl meinen Sonnenhut am Strand liegen lassen, als ich meine Turnschuhe ausgezogen hatte. Nach der Strandwanderung legen wir uns noch bis 13.30 Uhr an den Strand und genießen das schöne Wetter.
Wir fahren Richtung Cairns-City und haben uns bei Woolworth Lamm Mett und einen Chinakohl gekauft.
Es geht wieder zurück an den Strand bei Palm Cove. (Auf diesem Link sind schöne Video-Sequenzen von Palm Beach zu finden !! ) Dort entdecken wir eine sehr schönen Concil Run Campingplatz für nur 12.20 A$. Es ist ein sehr schöner Platz, der direkt am Strand liegt. Wir buchen den Platz für die letzten beiden Nächte in Queensland.
Gegen Abend unternehmen wir einen Spaziergang entlang der Esplanade. Hier können wir in vielen schönen kleinen Geschäften bummeln. Ich hätte mir fast ein schönes T-Shirt gekauft, bin aber dann doch davon abgekommen. Susanne kauft ein paar sehr dekorative Glasuntersetzer, die Sie ihrer Nachbarin Marina schenken will. Später lassen wir uns auf einer Terrasse einer Kneipe nieder. Hier trinkt Susanne einen Rotwein und ich genehmige mir ein paar Bierchen. Anschließend bereiten wir uns in der Camping-Küche unser Abendbrot zu. Lamm Mett mit Nudeln, Gemüse.
Nach dem Essen entschließen wir uns zu einem Spaziergang an der Meerpromenade / Bootsanleger. Hier sitzen viele Angler. Der Wind ist immer noch sehr frisch und die Wellen recht hoch und schwappen über den Anleger des Bootanlegers.
Gegen 21.00 Uhr gehen wir auf den Campingplatz zurück begeben uns in die Koje. Ich versuche noch Irene und Wolfgang anzurufen, kann aber nur den Anrufbeantworter erwischen.

Samstag, 21.07.2001
Wir stehen morgens gegen 6.30 Uhr auf, als es gerade hell wird. Nachdem wir unseren Kaffee aufgesetzt haben, genießen wir unser Frühstück draußen vor dem Bus. Zu uns gesellt sich ein schönes Schnabeltier und frißt unsere letzten Brotvorräte. Susanne verwöhnt das Schnabeltier so sehr, daß bald der letzte Krumen aufgefressen ist. Zuletzt frißt das Schnabeltier Susanne schon fast aus der Hand.
Nach dem Duschen verlassen wir den Platz und fahren nach Cairns auf den internationalen Flughafen. Bei Qantas lassen wir uns unseren Inlandflug für morgen rückbestätigen. Anschließend suchen wir die Apollo - Vermietstation auf, so daß wir morgen nicht mehr so lange suchen müssen und informieren uns über die Öffnungszeiten von Apollo.
Danach geht es noch einmal zu Woolworth, um ein paar Lebensmittel einzukaufen. Wir fahren zurück zum Campingplatz und gehen an den Strand, um noch einmal die Sonne zu genießen. Heute ist es auch nicht mehr so windig, wie gestern.
Am späten Nachmittag packen wir schon mal so weit es geht unsere Sachen zusammen. Bis auf das Notwendigste wird alles in den Taschen verstaut. Leider muß ich mal wieder feststellen, daß ich viel zu viele Sachen mit nach Australien genommen habe. Wenn Susanne nicht ein paar Kg weniger Gepäck hätte als ich, müßte ich wohl für mein Übergewicht am Flughafen zahlen.
Abends wird noch einmal in der Camping-Küche unser Essen zubereitet. Wir gehen relativ früh schlafen. Morgen geht es mit dem Inlandflug nach Darwin .... mal sehen, was uns so erwartet. Wir sind jedenfalls schon sehr gespannt.

Sonntag, 22.07.2001
Heute morgen haben wir uns den Wecker schon auf 5.30 Uhr gestellt. Auf dem Campingplatz in Palm Cove ist es noch stockdunkel und alles ist ruhig. Wir duschen und frühstücken im Schnellverfahren. Es werden die restlichen Sachen in den Taschen verstaut und um 7.30 Uhr verlassen wir den Campingplatz Richtung Cairns.
Gegen 8.00 Uhr kommen wir schon an der Vermietstation von Apollo an. Ohne große Probleme können wir unser Wohnmobil übergeben. Als wir ins Taxi steigen, um zum Flughafen zu fahren, vergißt Susanne fast Ihren Rucksack. Der Mitarbeiter der Vermietstation bringt den Rucksack noch schnell zum Taxi.
Leider haben wir fast fünf Stunden Wartezeit auf dem Flughafen in Cairns. Zuerst trinken wir in einem Café in der ersten Etage einen Cappucino. Dazu gibt es selbst mitgebrachten Kuchen aus unseren Restbeständen. Es befindet sich dort auch ein Internet-Café und wir kaufen uns eine Internetkarte für 30 Minuten. Susanne verschickt einen Email an Jörg und ich eine an Claus Thiemann. Wir informieren uns schon mal über das Wetter im Northern Territory.
Als wir dann einchecken wollen habe ich immer nur auf das Flugziel ( Cairns - Singapore ) und nicht auf die Flugnummer geachtet. Susanne hat sich schon gewundert, daß die Schlange immer länger wurde. Ich sagte ihr jedoch immer, daß es nicht unser Eincheckschalter ist und das wir erst nach 11.00 Uhr einschecken dürfen ..... Gut, daß Susanne noch mal nach der Flugnummer gesehen hatte .... wir würden heute immer noch in Cairns auf dem Flughafen sitzen.
Dann geht es endlich los und nach 2 Stunden Flug mit Qantas landen wir auf dem Flughafen in Darwin Der Flug ist angenehm ruhig. Wir haben zwar eine Fensterplatz, aber leider über dem Flügel. So kann ich nicht viel sehen. Schon bei der Landung zeigt uns das Außenthermometer 38 Grad an.
Am Flughafen nehmen wir uns ein Taxi und fahren zur Apollo Vermietstation. Es ist sehr heiß, aber zum Glück hat das Taxi eine Klimanlage. Kosten 25 A$. Leider werden die Kosten diesmal nicht von Apollo übernommen. Dieser Service wird angeblich nur bei der ersten Vermietstation übernommen.
Die Werkstatt sieht hier nicht so gepflegt aus, wie in Cains oder Sydney. Das Ehepaar, welches diese Station leitet, ist zwar sehr nett, aber sehr schleimig. Wir übernehmen einen Hi -Top gleichen Typs. Dieser hat jedoch schon 130.000 km auf dem Tacho, im Vergleich zu dem ersten, der mit seinen knapp 30.000 km fast neu war. Angeblich wurde technisch alles überprüft. Als wir vom Hof fahren, gibt der Bus schrecklich laute Geräusche von sich. Es ist der Keilriemen der Klimaanlage, der erneuert werden muß. So gut wurde der Bus also durchgecheckt !!! Man empfiehlt uns noch einen Big4 Platz, in der Nähe eines Einkaufszentrums, wo wir die erst Nacht verbringen sollen. Angeblich sollen im Northern Territory die Big4 besser als die von Top Tourist sein ....
Wir fahren zu einem großen Supermarkt bei Palmerson. Hier decken wir uns mit Lebensmitteln für die nächste Woche ein. Danach fahren wir zu dem Campingplatz, der uns von Apollo empfohlen wurde. Er ist sehr weit außerhalb von Darwin. Außerdem bekommen wir nur eine Dreckplatz, der für Tagesgäste vorgesehen ist. So ein Mist !!!!
Als es dunkel wird, besucht uns ein Opossum und bleibt ewig in der Nähe des Busses.

Montag, 23.07.2001
Wir verlassen in aller Frühe diesen beschissenen Campingplatz und faheren auf dem Arnhem Hwy Richtung Jabiru.
Es ist schon am Morgen sehr warm geworden. Bald schon haben wir die lezten Häuser hinter uns gelassen. Danach kommt bis auf eine Tankstelle, 250 Km NICHTS. Nur endlose Steppe ohne irgendein Lebenszeichen.
Auf halber Strecke, gegen 11.00 Uhr, besuchen wir The Window on the Wetlands Visitor Centre. Es ist sehr heiß, alles ist vertocknet und von der Plattform ist auch nicht viel zu entdecken. Wir fahren gleich weiter, da auf dem Adelaide River eine Bootsfahrt ( Jumping Crocodile Cruise ) startet. Wir kommen gerade noch rechtzeitig an. Die Fahrt dauert ca. 1 ˝ Stunden und kostet 35 A$ pro Person. Während der Fahrt kann man viele Krokodile entdecken. Einige von ihnen werden mit einer Art Angel mit frischem Fleisch gefüttert. Eine typische Touristenattraktion. Ich genieße mit Susanne mehr die Flußlandschaft, während die andern Leute sich der Fütterung zuwenden.
Nach der Bootsfahrt geht es weiter auf dem Arnhem HWY Richtung Kakadu NP. Gegen 14.30 Uhr erreichen wir den Eingang zum Kakadu NP. Hier bezahlen wir pro Person ca. 15 A$ Eintritt für ein Permit, welches für 14 Tage gilt. Hierfür bekommt man noch ein paar Broschüren über den Park.
Leider müssen wir feststellen, daß auch hier im Kakadu NP alles vertrocknet und verbrannt ist. Teilweise qualmen noch die verbrannten Baumstämme. Unterwegs, als wir eine kleine Pause machen, treffen wir auf ein jüngeres Pärchen. Es mit Fahrrädern und einem Kinderanhänger unterwegs ist. Sie kommen aus Norddeutschland und wurden für ihre Tour gesponsert. Sie mössen später eine Diavortrag über Ihre Reise halten. Aber irgendwie wird es für sie nicht so viel zu fotografieren sein, da alles gleich verbrannt aussieht. Das kleine Kind im Fahrradanhänger tut uns leid. Es ist viel zu heiß und für ein Kind ist dieser Gegend wirklich nicht sehr interessant. Unser Trio hat auch Probleme, Campingplätzen und Frischwasser in dieser Gegend zu finden.
Am späten Nachmittag kommen wir in Jabiru an. Am Visitor Center besorgen wir uns einige Informationsblätter und fahren danach auf einen Campingplatz bei Cooinda. Es ist ein phantastischer Campingplatz, der Kakadu Lodge & Caravan Park. Genau in der Mitte befindet sich ein großer Pool mit einer Bar und genügend Liegemöglichkeiten. Kaum vorstellbar, einen so schönen grünen Fleck in dieser gottverlassenen trockenen Gegend zu finden.
Wir fahren in die Stadt, um uns Wein zu kaufen. Es gibt hier zwar einen kleinen Supermarkt, aber keinen Bottle Shop. Auf dem Parkplatz wird uns von einem Einheimischen mitgeteilt, daß es nur auf dem Campingplatz, auf dem wir sind, Alkohol zu kaufen gibt. Im Supermarkt kaufen Susanne und ich uns neue Badelatschen. Die alten hatte ich auf die Stoßstange auf dem letzten Campingplatz zum trocknen gelegt. Beim Wegfahren habe ich nicht mehr daran gedacht.
Auf dem Campingplatz begeben wir uns zum Pool und genießen den Abend. Wir gönnen uns beide ein paar Gläschen Wein und Bier. Irgendwie habe ich doch etwas zu viel getrunken. Ich beschließe, in der Camping-Küche die Lamm-Steaks zu braten. Mit den gebratenen Steaks finde ich zuerst nicht mehr unseren Bus. Es ist stockdunkel geworden und der Platz hat sich sehr gefüllt. So lande ich mit der Pfanne und den gebratenen Steaks am Pool - muß ein kõstliches Bild fü die anderen Leute am Pool gewesen sein. Von hier aus finde ich dann auch unseren Bus. Da ich vom Alkohol müde geworden bin, lassen wir die Essenreste auf dem Campingtisch stehen.
Gegen 0.30 Uhr wache ich auf und mir fällt ein, daß ich mein Handtuch auf der Liege am Pool gelassen habe. Also gehe ich zur Freude von Susanne zum Pool, mein Handtuch suchen.
Kaum sind wir wieder eingschlafen, weckt uns ein seltsames Geräusch. Susanne ist sauer, daß sie wieder aufgeweckt wird. Wir müssen feststellen, daß ein Dingo unseren Campingtisch abräumt und sich an den Knochen unserer Lamm-Steaks vergnügt. Wir versuchen, den Dingo mit unseren Taschenlampen zu vertreiben. Der Dingo läßt sich jedoch in keinster Weise stören.
Wir werden eine Stunde später von einem weiteren Dingo besucht, der sich mit den letzten Resten vergnügt.
Irgendwann kehrt dann doch unser Nachtruhe ein.....

Dienstag, 24.07.2001
Heute morgen fahren wir früh vom Platz. Nachdem wir noch kurz den Supermarkt aufgesucht haben, geht es zum Ubirr Rock. Von einem Parkplatz aus, es ist am Morgen noch kaum eine Menschenseele hier, geht es über einen kleinen Rundwanderweg zum Ubirr Rock. Man kann den Felsen gut erklettern. Von Gipfel hat man in alle Richtungen einen wunderbaren Ausblick. Man sieht ein riesiges Feuchtgebiet, ein schöner grüner Fleck in dieser trockenen Landschaft. Wir haben auch Glück mit dem Wetter. Von hier aus erkennt man auch Arnhem Land. Susanne macht jede Menge Fotos. An einigen Felsen erkennt man Wandmalereien der Aboridginies. Ein Ranger ist gerade vor Ort und gibt ein paar Erklärungen dazu.
Um den Felsen herum ist die Vegetation sehr trocken und verbrannt. Ein paar Palmen haben gerade wieder frische Ableger aus ihren schwarzen verbrannten Stämmen bekommen.
Die Fahrt geht weiter zum Nourlangie Rock. Der Lookout ist hier nicht so schön, wie am Ubirr Rock. Auch hier ist alles sehr trocken und nur wenig grün zu sehen.
Weiter geht es über den Kakadu HWY nach Gagudju. Hier fahren wir zu einem Bootsanleger am Yelllo Water, einem wunderschönen Feuchtgebiet. Wir müssen jedoch feststellen, daß wir am Anleger keine Bootsfahrt buchen können.
Eigentlich wollten wir hier auf einen NP-Campingplatz übernachten. Da wir jedoch die Bootsfahrt buchen müssen, fahren wir ganz in der Nähe auf einen privaten Campingplatz ( Gagudju Cooinda Lodge ). Wir buchen im Office die Fahrt auf dem Yellow Water für 16.30 Uhr. Der Sonnenuntergang soll die beste Tageszeit für diese Tour sein.
Da wir noch 2 Stunden Zeit haben, begeben wir uns zum Pool, um uns dort ein wenig zu entspannen. Es ist ein sehr kleiner, aber nett angelegter Pool. Um 16.25 Uhr werden wir von einem kleinen Bus am Office abgeholt. Nach ca. 5 Minuten Fahrt sind wir auch schon am Anleger. Dort warten schon 3 Boote.
Unser Boot fährt zuerst los. Die Sonne steht schon sehr tief, es ist total windstill, kaum auszuhalten .. die Sonne brennt erbarmungslos auf der Haut. Es wird eine unvergeßlich schöne Fahrt auf dem Yellow Water River. Ein wunderbares Feuchtbiotop, tausende von Vögeln in jeder Größe und jede Menge Krokodile sind hier zu entdecken. Unser Guide gleitet vorsichtig auf dem Fluß entlang und versucht hierbei, so wenig wie möglich die Tiere zu stören. Wir haben wirklich Glück. Kurz vor Sonnenuntergang steuern die meisten Tiere ihre Schlafplätze an. Ein tolles Schauspiel. Ein Teilstück der Fahrt geht durch einen Mangrovenwald. Hier wird auf der Motor ausgeschaltet, so daß man die Natur voll genießen kann. Zum Schluß genießen wir noch einen traumhaften Sonnenuntergang. Diese Bootsfahrt war mit eines der schönsten Erlebnisse hier im Northern Territory.
Nach der Fahrt werden wir von unserm Bus zum Campingplatz zurückgefahren. Hier lernen wir auf einem Nebenplatz ein Lehrerpärchen aus Deutschland kennen. Sie haben sich eine 4WD-Wagen gemietet, trauen sich aber nicht, den Wagen im Gelände zu nutzen. Eigentlich wollten Sie damit zu den Jim Jim Falls. Sie haben jedoch von irgend jemanden gehört, daß man eine Fluß durchqueren muß und haben Angst bekommen. Der Geländewagen ist noch schlechter ausgerüstet als unser kleines Wohnmobil. Wenn Sie kochen wollen, müssen sie einen Gaskochplatte außerhalb des Wagens anschließen .... Wir erzählen Ihnen von unserer Bootsfahrt. Sie wollen die Tour für morgen buchen.
Der Platz ist gegen Abend sehr voll geworden. Man findet in der Dunkelheit kaum seinen Platz wieder. Nachdem wir im Bus noch etwas gegessen haben, gehen wir schlafen.

Mittwoch, den 25.07.2001
Früh morgens brechen wir von unserem Campingplatz, Gagudju Cooinda Lodge, auf. In einem Shop, der zu dem Platz gehört, kaufe ich mir noch einen australischen Hut für 35 A$. Es geht wieder ON-THE-ROAD auf den Stuart Highway.
Irgendwann erreichen wir den Ort Pine Creek, ein historische gold-mining-town, etwa 89 km von Katherine entfernt. Ein Goldboom begann hier Ende des letzten Jahrhunderts. Heute werden allerdings vorwiegend Eisenerze und Zinn gefördert. Weitere Infos hält die Touristinformation bereit, die im alten, wieder hergestellten Bahnhofsgebäude untergebracht ist.
Im Ort fahre ich eine Tankstelle an. Am Zapfhahn hängt nur ein Schild Sorry out of Order. Als wir nachfragen, wird uns mitgeteilt, daß die Tankstelle noch nicht mit Benzin beliefert worden ist. Es würde noch einige Stunden dauern. Wir beschließen, trotz des knappen Tankinhalts bis Katherine weiterzufahren. Nach ca. 50 KM finden wir doch noch eine Tankstelle am HWY.
Wir fahren wir stundenlang bis 14.30 Uhr durch eine endlos trockene Steppe.
In Katherine angekommen, fahren wir zu einem Supermarkt. Hier besorgen wir uns einen 4 Liter Kanister Rotwein, Lamm Steak und Brot.
In der Stadt selbst hängen sehr viele Aborigines in den Straßen herum und trinken billigen Alkohol. Es ist auch kein schönes Gefühl, den Bus alleine auf dem Parkplatz stehen zu lassen.
Nachdem wir uns einen Campingplatz von Top-Tours angesehen haben, beschließen wir bis Katherine Gorge weiterzufahren. Von Katherine sind es noch ca. 20 Km. In Katherine Gorge finden wir eine schõnen Council-Run Campingplatz. Es befindet sich direkt neben dem Visitor Center.
Im Visitor Center buchen wir einen Bootsausflug für Katherine Gorge. Heute sind leider alle Touren ausgebucht.
So entscheiden wir uns für eine Wanderung auf die Klippen( 1h). Es ist sehr heiß und mir fällt die Wanderung im Vergleich zu Susanne sehr schwer. Von den Klippen hat man eine schöne Aussicht über das Schluchtensystem.
Danach gehen wir an den Bootanleger. Susanne geht hier schwimmen, obwohl hier Warnschilder stehten, die vor Krokodilen warnen. Ich trinke meinen Wein, den ich in eine 1 ˝ Liter Flasche Cola abgefüllt habe. Nach dem Schwimmen entdecken wir auf einer Rasenlichtung viele wilde Känguruhs. Susanne ist voll begeistert und macht jede Menge Fotos. Leider ist es schon sehr dunkel geworden.
Wir gehen zurück zum Campingplatz. Nach dem Essen gehen wir erneut auf Känguruh Fotojagd. Es ist schon stockdunkel, aber wir entdecken noch einige von ihnen.

Donnerstag, 26.07.2001
Wir stehen um 5.00 Uhr auf. Susanne möchte in der Morgendämmerung Känguruhs jagen. Wir entdecken auch einige, aber in der Morgendämmerung sind sie viel scheuer als gestern. Kurz vor 7.00 Uhr gehen wir erneut zum Bootsanleger. Leider sind auf der Rasenlichtung nur wenige Känguruhs zu entdecken.
Um 8.30 Uhr verlassen wir unseren Campingplatz und stellen den Bus auf einem Parkplatz vor dem Visitor Center ab.
Um 9.00 Uhr startet am Bootsanleger die Tour durch die ersten beiden Schluchten von Katherine Gorge. Landschaftlich ist es sehr interessant. Es ist schon seltsam, wie die Bäume an den steilen Wänden wachsen können. Zwischen der ersten und zweiten Schlucht müssen wir aussteigen und eine kleinere Wanderung von 15 min. bis zur zwieten Schlucht unternehmen. Hier werden wir vom dem zweiten Boot eingesammelt. Nach 2 Stunden sind wir zurück am Bootsanleger. Hier hängt ein Schwarm von Fledermäuse in einem Baum, die höllisch Krach machen.
Im Visistor Center essen wir eine kleine Portionen Frühlingsrollen. Susanne kauft sich im Visitor Center eine wunderschöne Tasse mit einem typisch australischen Motiv.
Es geht wieder ON-THE-ROAD. Heute wollen wir noch den Litchfield Park erreichen. Es ist wieder eine endlose Fahrt durch eine trockene Steppe. Wir hoffen, daß es im Litchfield Park etwas Grün zu entdecken gibt. In Pine Creek halten wir kurz zum Tanken an.
Am späten Nachmittag erreichen wir den Litchfield Park. Leider ist auch hier das gleiche Bild von verbrannter Steppe zu sehen. Nachdem wir uns noch die Termitenhügel und die Tolmer Falls angesehen haben, haben wir genug von der verbrannten Vegetation.
Wir verlassen den NP und fahren Richtung Darwin. Wir kommen im Dunkeln kurz vor Darwin an und fahren auf einen schönen Top Tours Campingplatz. Der Platz befindet sich ca. 30 Km vor Darwin.
Zum Abendessen gibt es Nudeln mit Tomatensauce und je 3 Spiegeleier. Ich rufe kurz in Hannover an und wir gehen schlafen.....

Freitag, 27.07.2001
Heute morgen stehen wir um 7.00 Uhr auf und fahren nach dem Früstück nach Darwin in die City. Leider liegt unser Campingplatz 32 km von der City entfernt. Laut unseren Reiseführern sind in der City keine Campingplätze vorhanden. Wir müssen jedoch feststellen, daß jede Menge vorhanden sind.
In der City gehen wir in eim riesigen Einkaufszentrum bummeln. Es ist richtig ungewohnt so viele Menschen zu sehen, wenn man tagelang in der Einsamkeit der Steppe unterwegs war. In einem großen Lebensmittelladen kaufen wir ein wenig ein. Jedoch kein Grillfleisch, da wir heute Abend Essen gehen wollen.
Nach unserem Einkaufsbummel fahren wir zu Casurina Beach, einem FKK-Strand. Es ist ein sehr schöner breiter endlos langer Strand, fast menschenleer. Heute ist ein wolkenloser Himmel und die Sonne brennt erbarmungslos. Wir wundern uns nur, daß niemand ins Wasser geht. Ein Bauarbeiter, der hier seine Mittagspause verbringt, macht uns darauf aufmerksam, daß es hier im Wasser den Box-Jelly gibt. Es ist eine sehr giftige Quallenart, die hier auch außerhalb der Regenzeit vorkommt. Wir bleiben für ca. 3 Stunden am Strand liegen. Am Parkplatz erfrischen wir uns, indem wir uns Mineralwasser über unsern Körper gießen. Es wird hier auf Schildern vor Autoeinbrüchen gewarnt.
Nach unserer Erfrischung fahren wir an der Küste entlang und entdecken sehr schöne Stadtstrände.
Am späten Nachmittag gehen wir in die City zum Shoppen. Irgendwie haben aber nur noch Souvenier Geschäfte auf. In einem kleinen Laden unterhalten wir uns mit dem Ladenbesitzer. Er kommt aus Luzern und ist vor 20 Jahren ausgewandert. Er bestätigt uns, daß zu dieser Jahreszeit die Vegetation immer so trocken und abgefackelt ist. Es ist zwar die beste Zeit um mit dem Auto im NT zu fahren, aber landschaftlich soll es am Ende der Regenzeit ( Ende Mai ) schöner sein. Susanne kauft sich in seinem Laden ein kleines Thermometer.
Wir gehen an die Esplanade und wollen hier in einem Café etwas trinken und essen. Wir müssen jedoch feststellen, daß sich an der Esplanade nur Hotels befinden. Cafés oder ähnliches sind hier nicht zu finden. Gegen Abend werde ich sehr müde. Bei einem Asiaten in der Stadt kaufen wir für je 5 A$ Hühnchen süß-sauer und orientalisch mit gebratenen Nudeln und fahren zum Campingplatz zurück. Der Platz ist im Dunkeln nicht leicht zu finden, da der Campingplatz Eingang kaum beleuchtet ist und vom HWY kaum zu entdecken ist. Nachdem wir an einer Tankstelle nachfragen, finden wir den Platz endlich.
Auf dem Platz genießen wir unser Essen vom Asiaten und gehen danach schlafen.

Samstag, 28.07.2001
Nachdem wir um 6.00 Uhr aufgestanden sind, verstauen wir unsere den grõßten Teil unserer Klamotten in den Reisetaschen. Danach geht es wieder Richtung Darwin.
Am Flughafen lassen wir unseren Flug für morgen rückbestätigen. Bei der Apollo Vermietstation erkundigen wir uns nach den öffnungszeiten.
Irgendwie macht der Bus komische Geräusche .. was solls, er muß ja nur noch bis morgen halten. Susanne meint, daß dieses Geräusch vom Getriebe her kommt.
Heute fährt Susanne mal wieder den Bus. Sie fährt den Bus so gut, als hätte sie den Bus schon jahrelang gefahren.
Nach einem Einkaufsbummel in der Stadt gehen wir in einen Biergarten, Roke´s Drift. Hier Essen wir gegrillten Barramundi mit Pommes und Salatbeilage.
Danach begeben wir uns wieder an unsern FKK Strand. Abends fahren wir einen Stadtstrand und genießen unsern letzten Sonnenuntergang in Australien. Schade, daß der Urlaub nun vorbei ist. Susanne trinkt Wein und wir teilen uns eine Portion vom Asiaten.
Als wir am Campingplatz ankommen, ist es schon dunkel. An der Tankstelle vor dem Campingplatz kaufe ich mir noch eine Flasche Rotwein und trinke sie noch alleine vor unserem Bus. Traurig nehme ich so Abschied von meinem lieb gewonnenen Australien. Ob ich jemals wieder hier her kommen werde ? Wer weiß, wie alles kommen wird...............

Sonntag, 29.07.2001
Heute ist es nun soweit. Wir müssen unser schönes Australien verlassen. Nachdem wir unsere restlichen Sachen gepackt haben, fahren wir zur Vermietstation und geben unseren Bus ab.
Ein Taxi bringt uns zum Flughafen. Hier haben wir noch einige Stunden Zeit, bis am Nachmittag unser Flug startet.
Zwischenstopp in Signapur. Ich bekomme plötzlich Rückenschmerzen. Den ganzen Urlaub war ich verschont davon geblieben. Nachdem wir am Flughafen in den Geschäften gebummelt haben, legen wir uns auf dem Fußboden schlafen. Danach sind meine Rückenschmerzen verschwunden ...........

Montag, 30.07.2001
Morgens um 5.00 landen wir nach einem langen Flug in Frankfurt an und fahren mit der Bahn nach Hannover, wo uns Irene und Wolfgang abholen.....
Hannover hat uns wieder.......

E N D E